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DSV in Bochum bietet Flüchtlingen eine berufliche Perspektive

Am Bochumer DSV Standort bietet der Logistiker geflüchteten Arbeitssuchenden die Chance auf eigenen Füßen zu stehen. Das vom örtlichen Jobcenter begleitete Projekt zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt entwickelt sich für alle Beteiligten zu einem vollen Erfolg.

Als Bahuz Abdo und Abdiqani Ahmed aus ihren Heimatländern nach Deutschland flohen, verfügten sie weder über einen Berufsabschluss noch über Deutschkenntnisse – denkbar schlechte Voraussetzung für einen beruflichen Neuanfang. Mittlerweile können sie sich auf Deutsch verständigen, haben einen Gabelstaplerführerschein und arbeiten am Bochumer Standort des globalen Logistikunternehmens DSV. Und sie sind nicht allein: Insgesamt neun geflüchtete Menschen haben bereits im letzten Jahr ihren Arbeitsplatz bei DSV gefunden, acht weitere sind gerade in einem sechswöchigen Vorbereitungspraktikum.

Gute Erfahrung mit den neuen Mitarbeitern
„So zuverlässige, absolut pünktliche Mitarbeiter finden wir nicht alle Tage“, freut sich Betriebsleiter Nikolaus Pietas über seine neuen Kollegen. Für die mehr als 110 am DSV Logistikstandort Bochum beschäftigten Mitarbeiter, sind diese Eigenschaften unabdingbar. Rund 250 Filialen einer großen Drogeriemarktkette werden von hier aus beliefert, 30.000 Paletten verlassen das Lager im Gewerbepark Stahlhausen jeden Monat. 

Erfolgsprojekt, das Chancen bietet
„Wir suchen eigentlich immer Mitarbeiter und da lag es auf der Hand, auch geflüchteten Menschen eine Chance zu geben“, so Pietas. Gemeinsam mit dem Jobcenter Bochum entwickelte DSV im Herbst letzten Jahres einen Einarbeitungsplan. Kernelement war ein sechswöchiges Praktikum, bei dem die Teilnehmer die Arbeit von Grund auf kennenlernten. DSV stellte hierfür einen erfahrenen Mitarbeiter ab, das Jobcenter wählte sechs geeignete Bewerber aus, finanzierte einen Gabelstaplerschein und schickte bei Bedarf ein Dolmetscher ins Unternehmen, um bei Sprachproblemen zu unterstützen.

Der Erfolg spricht für sich: Alle sechs Praktikanten des ersten sowie drei des zweiten Durchgangs erhielten im Anschluss einen Arbeitsvertrag bei DSV. Einer von ihnen ist der 23-jährige Syrer Bahuz Abdo, der Ende 2014 nach Deutschland kam. Im Sommer letzten Jahres schloss er seinen B1-Sprachkurs ab und wollte danach nur noch eines: arbeiten. „Ich will auf eigenen Füßen stehen, selber mein Geld verdienen“. Steffen Schlesiger, Ansprechpartner für Arbeitgeber im Jobcenter, freut das: „Wir haben viele motivierte Flüchtlinge; was wir brauchen, sind Arbeitgeber, die ihnen eine Chance geben.“ Für den hochmotivierten Abdiqani Ahmed läuft aktuell das dritte Praktikum. Der 39-jährige Somalier hat in seiner Heimat als Lagerhelfer gearbeitet und auch in Deutschland schon bewiesen, dass er anpacken kann. Seinen Job als Bauhelfer hat er im letzten Jahr nach sechs Monaten aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse wieder verloren. Also absolvierte er noch einen Sprachkurs und hofft jetzt darauf, bei DSV bleiben zu können: „Es ist sehr gut hier. Die Kollegen sind nett und die Arbeit macht Spaß.“ 

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