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DSV beendet Fragmentierung der IMCD Gruppe

Vor einigen Jahren führte die Buy-and-Build-Strategie des multinationalen Vertriebsunternehmens für Nahrungsmittel- und chemische Bestandteile sowie pharmazeutische Wirkstoffe dazu, dass Logistik innerhalb der IMCD Gruppe eine wenig beachtete, lokale Angelegenheit war. Seit dem hat das Unternehmen in vielen europäischen Ländern seine Aktivitäten im Bereich Lagerhaltung und Distribution mithilfe von DSV Solutions zentralisiert.

Alles aus einer Hand

„Im Grunde sind wir eine Erweiterung der Vertriebsorganisation von Herstellern wie BASF oder Wacker Chemie“, erklärt Stan Bijsterveld, Director Supply Chain bei der IMCD Gruppe, die in Rotterdam ansässig ist.

„Sie wollen für kleinere Kunden keine eigenen Vertriebsstandorte betreiben, weil das zu viel Zeit und Aufwand bedeuten würde. Unsere Kunden können sich auf die hervorragende Marktkenntnis unserer Verkaufsteams vor Ort verlassen. Für diese Kunden stellen wir eine Art „One-Stop-Shop“ dar, das heißt sie bekommen bei uns alle Leistungen, die sie benötigen, aus einer Hand. Unser Coatings-Geschäftsbereich kann ihnen z.B. Zusatz- und Füllstoffe, Pigmente, Harze und spezielle Lösungsmittel von verschiedenen Herstellern anbieten.“

Zentralisierte Lagerhaltung

Eine Studie der aktuellen Situation ergab, dass jeder Standort mit einer Vielzahl von Parteien Geschäfte betrieb und dass sich ihre Entscheidungsfreiheit in diesem Bereich bis zum Kundenservice erstreckte. Nachdem eine auf zentralen Einkauf und Logistikmanager vor Ort gegründete Lieferkettenorganisation aufgebaut worden war, führte IMCD mit der Unterstützung von DSV eine Reihe von Zentralisierungsprojekten mit dem Ziel ein, pro Land ein zentrales Lager anzulegen, das allen Anforderungen gerecht wird. DSV hat dieses Ziel seit dem in Norwegen, Irland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien erreicht. „In jedem dieser Länder haben wir die Umstellung von mehreren, oft veralteten Einrichtungen auf ein zentrales, hochmodernes Lager vollzogen, das allen HSEQ-Normen für Lagerhaltung sowohl in Bezug auf Gefahrgüter als auch auf Nahrungsmittelbestandteile und pharmazeutische Wirkstoffe entspricht“, so Bijsterveld weiter.

In Absprache mit Meinderdjan Botman von DSV erwägt Bijsterveld bereits weitere Zentralisierungsmöglichkeiten. Die Lager in Porto und Barcelona sind bezüglich des Volumens und der Produktarten vergleichbar, es wäre daher eine Möglichkeit, diese an einem Standort zusammenzulegen, von dem aus dieselbe Liefertreue gewährleistet werden könnte. „Der eingehende Warenfluss würde durch die Konsolidierung reduziert werden, genau wie Lagerhaltungskosten und Umlaufvermögen. Nur die Frachtkosten für den Warenausgang würden wahrscheinlich steigen.“ Mit anderen Worten, die Vor- und Nachteile müssen abgewogen werden. Möglicherweise besteht sogar Kosteneinsparungspotential bei Seefracht, da die Steuerung dieses Bereichs bis dato eher dezentral erfolgt. IMCD berät dies zur Zeit mit DSV Air & Sea, die auf dieses Gebiet spezialisiert ist.

Bijsterveld ist es jedoch wichtig, dass die IMCD Gruppe die Supply Chain selbst weiter steuert. „Wir geben unsere eigenen Bestellungen immer noch selbst bei unseren Hauptlieferanten auf. Wir haben nur den Wareneingang, Versand, Lagerung und Transport ausgelagert und selbst da überwachen wir weiterhin die Einhaltung der HSEQ-Standards und die Erreichung vereinbarter Serviceniveaus."

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